Bergrallye Gasen/Strassegg, 07. Mai 2017

Neue Strecke - neuer Termin - das Wiedenhofer Racing Team hatte eine sehr anspruchsvolle Strecke in der Heimat der Stoakogler, nämlich in Gasen, gewählt. Vor vielen Jahren wurde auf der anderen Bergseite ein Lauf zur Berg-ÖM gefahren. Die neue Strecke wurde von Fahrern und Zuschauern sehr gut angenommen, durch den Einsatz eines Shuttle-Busses konnten alle Fans bis ins Ziel gelangen und so aus vielen Zuschauerpunkten wählen. Auch das Wetter spielte mit, der vorhergesagte Regen kam nicht.

Nach Kitzeck bereits zum 2. Mal war Thomas Holzmann/Mitsubishi am Start. Er zeigte von Anfang an, dass er hier um den Sieg mit kämpfen will und kann. Ein Ausrutscher im Training - er kam kurz vorm Ziel zu weit hinaus und touchierte die Leitschiene heftig - minderte die Geschwindigkeit jedoch nicht, nach der Reparatur nahm er die Rennläufe wieder mit vollem Einsatz in Angriff.
Felix Pailer/Lancia, nur wenige Kilometer von der Rennstrecke zu Hause, überraschte ebenso schon im Training mit Top Zeiten. Auch Rupert Schwaiger mischte kräftig mit - so blieben die Rennläufe bis zum Schluss sehr spannend. Genauso wünscht man sich das. Am Ende des Tages lag Holzmann in der Gesamtwertung knapp vor Pailer und Schwaiger - Gratulation an alle drei!

Klassenwertungen

E1 + 2000 ccm 4WD

  1. Thomas Holzmann, Mitsubishi, 2:15.445
  2. Pailer Felix, Lancia Integrale, 2:16.276
  3. Wiedenhofer Stefan, Mitsubishi Mirage, 2:18.634
Holzmann knapp vor Pailer, Veranstalter Stefan Wiedenhofer ließ nichts anbrennen und konnte den hervorragenden 3. Platz erreichen. Rang 4 ging an Werner Karl/Audi, der somit den berühmten HUT bei der Siegerehrung tragen musste. Wer die Geschichte noch nicht kennt: in Lödersdorf gab es eine Preisverlosung, Stefan Wiedenhofer und Werner Karl kauften gemeinsam ein Los und gewannen - einen Hut. Bei guter Laune entstand die Vereinbarung, dass der von den Beiden, der langsamer ist, den Hut bei der Siegerehrung tragen muss. Und so kamen heuer schon beide zur Ehre... Platz 5 holte sich Markus Binder/Ford, der endlich einmal ohne technische Probleme ein Rennen beenden konnte. Sechster wurde Ewald Scherr/Ford.

E1 + 2000 ccm 2WD

  1. Rupert Schwaiger, Porsche, 2:17.355
  2. Seidl Manuel, Porsche, 2:21.216
  3. Weberhofer Thomas, Opel Omega, 2:22.812
Schwaiger war nicht zu schlagen, er holte sich souverän den Klassensieg. Manuel Seidl war ebenfalls sehr gut unterwegs und kam perfekt mit der neuen Strecke zurecht - Rang 2. Große Freude bei Thomas Weberhofer über Platz drei - top Leistung. Platz 4 ging an Karl Heinz Binder/Ford, nur 1 Zehntel dahinter erreichte Bernhard Lenz/BMW Rang fünf. Sechster wurde Andreas Müllner/BMW vor Karl Heinz Schauperl/VW Käfer und Daniel Sailer/ BMW. Sailer begeisterte die Zuschauer wieder mit Drift-Einlagen. Mario Kremener/BMW kämpfte schon am Vormittag mit technischen Problemen und musste seinen BMW nach Rennlauf eins abstellen.

E1 - 2000 ccm

  1. Christopher Neumayr, Ford Escort, 2:22.551
  2. Diethard Sternad, Alfa 156 STW, 2:22.587
  3. Jürgen Halbartschlager, VW Golf, 2:23.795
3 Hundertstel zwischen Platz 1 und 2, so knappe Entscheidungen gibt es selten. Zweimal lag Sternad voran, doch gesamt war Neumayr schneller. Nur knapp dahinter auf Platz 3 lag Halbartschlager, der ebenso sehr beherzt fuhr. Das war Spannung pur - wohl eine der am heißesten umkämpften Klassen.
Platz 4 holte sich Heiko Fiausch/Opel, er begann den Tag mit technischen Problemen - deshalb ein sehr gutes Endergebnis. Rang 5 ging an Markus Müllner/VW Golf - er wird von Rennen zu Rennen schneller, die Fans bejubeln die spektakuläre Fahrweise. Sechster wurde Manfred Majkovski/Renault Megane vor Werner Jud und Harald Daurer/beide VW Golf. 9. wurde Martin Povoden/Renault Megane vor Thomas Harrer/Alfa 145 und Helmut Fähnrich/Opel Corsa. Mit eof Piloten war diese Klasse die bestbesetzte.

E1 - 1600 ccm

  1. Christian Speckl, VW Golf, 2:26.383
  2. Martin Zamberger, Peugeot 106 GTI, 2:29.836
  3. Florian Pyringer, VW Golf, 2:32.940
Sieben Fahrer konnte Christian Speckl hinter sich lassen. Schon 2016 sehr gut unterwegs, zeigt er auch heuer wieder eine tolle Leistung. Martin Zamberger, er pausierte lange Zeit, kam heuer mit dem neu aufgebauten Peugeot zurück und findet bereits wieder zu seiner alten Form zurück. Mit jedem Start wurde er schneller, wir dürfen uns auf eine spannende Saison freuen. Auch Florian Pyringer, ein junger Pilot, ist immer ganz vorne zu finden. Top Leistung, gratulation an alle drei!
Auf Rang 4 Gregor Hutter, der seinen Alfa technisch und optisch neu gestaltet hat - die Optik ist wieder sehr schön geworden, auch mit seiner Leistung kann er sehr zufrieden sein. Platz 5 holte sich Manuel Blasl/VW Golf vor Michael Schnidar/Honda, Robert Wagner/VW Golf und Josef Rabl/Audi 80.

E1 - 1400 ccm

  1. Jakob Löffler, Suzuki Swift, 2:34.542
  2. Günter Strohmeier, Alfa Sud, 2:37.848
  3. Christian Biesinger, VW Polo, 2:39.517
Dies die Reihung in der 1400er Klasse - alle drei Piloten kamen sehr gut mit der neuen Strecke zurecht, jeder bot eine tolle Leistung. Strohmeier war in Lauf 3 nicht mehr am Start. Pech hatte Johann blecha, er musste seinen Suzuki mit einem kapitalen Motorschaden kurz vorm Ziel abstellen.

Gruppe A/HA + 2000 ccm

Reinhold Taus nutzte den kleinen Heimvorteil - auch er ist nahe der Strecke zu Hause - und konnte jeden Rennlauf für sich entscheiden. Er war sehr spektakulär unterwegs und holte sich nicht nur den Klassensieg, sondern war auch in der Gesamtwertung sehr weit vorne. Seine Zeit: 2:24.222. Auch Andreas Perhofer fuhr sehr gute Zeiten, er konnte sich mit jedem Lauf steigern Platz 2 mit einer Gesamtzeit von 2:32.379.

Gruppe A/HA - 2000 ccm

  1. Patrick Orasche, Renault Megane, 2:37.128
  2. Helmut Harrer, Honda Civic, 2:37.358
  3. Thomas Lickel, Opel Kadett, 2:55.213
Sehr knapp war die Entscheidung in dieser Klasse. Nur 2 Zehntel trennten die ersten beiden: Patrick Orasche gewann vor Helmut Harrer und Thomas Lickel. Da soll mal einer sagen, die kleineren Klassen seien nicht spannend. Platz 3 ging an Thomas Lickel, der im PS-unterlegenen Kadett eine ebenso tolle Leistung bot. Leider gab es für Patrick Lorenser/Honda Civic statt einer guten Platzierung leider einen Ausfall mit technischen Problemen - er konnte zu den Rennläufen nicht starten.

Gruppe N/HN + 2000 ccm

Der Sieger dieser Klasse, Dieter Holzer/Mitsubishi, kommt aus der Nachbargemeinde Mixnitz. Mit einer Zeit von 2:26.475 gewann er vor seinem Markenkollegen Peter Probhardt, seine Zeit 2:35.837.

Gruppe N/HN - 2000 ccm

Auch Wolfgang Schutting aus Breitenau - der anderen Seite des Berges - nutzte den Heimvorteil zu seinen Gunsten. Er peitschte seinen Renault Clio mit 3 Top Zeiten den Berg hinauf, perfekt gemeistert. Schuttings Zeit: 2:45.274. Platz 2 ging an Patrick Flechl im Opel Astra, auch er kann mit seiner Leistung sehr zufrieden sein, die Zeit: 2:50.857.

Historisch + 2500 ccm

  1. Gerald Glinzner, Porsche, 2:36.307
  2. Reinhold Prantl, Porsche, 2:45.441
  3. Herbert Neubauer, Lancia Integrale, 2:47.547
Gerald Glinzner scheint heuer unschlagbar zu sein, da passt einfach alles. Reinhold Prantl drehte diesmal den Spieß um und schlug seinen Kontrahenten Herbert Neubauer, der in den ersten drei Läufen jeweils knapp vorne lag. Prantl hat seit Saisonbeginn mit technischen Problemen zu kämpfen, diesmal lief es sehr gut.

Historisch - 2500 ccm

  1. Mario Krenn, Ford Escort, 2:36.800
  2. Markus Pirkner, VW Scirocco, 2:37.211
  3. August Gratzer, Lancia Beta Montecarlo, 2:46.736
Mit 2 Laufbestzeiten ging der Sieg an Mario Krenn, der Markus Pirkner wie schon die 2 Rennen davor auf Platz 2 verweisen konnte. Pirkner rückt jedoch immer näher und konnte diesmal einen Rennlauf mit Bestzeit beenden, gesamt reichte es knapp hinter Krenn füR Platz zwei. Pirkner ist einer der Publikumslieblinge, fährt er doch sehr spektakulär. Gustl Gratzers Lancia mochte den Berg nicht so recht und machte im Training und auch im Rennen Probleme - es gelangen ihm jedoch 2 gute Rennläufe und somit Platz drei. Franz Haidn/BMW, der sich heuer auch von Lauf zu Lauf steigert, kam auf Platz 4

Historisch - 1600 ccm

  1. Patrick Ulz, Alfa Sud, 2:48.274
  2. Gerald Schröcker, Alfa Sud, 2:53.459
  3. Erwin Mandl, NSU, 3:19.466
4 Starts, 4 Siege lautet die Bilanz für Patrick Ulz - neben ihm können sich Mario Krenn, Gerald Glinzner, Reinhold Taus und Rupert Schwaiger über den gleichen Erfolg freuen Platz 2 ging an Markenkollegen Gerald Schröcker vor Erwin Mandl, dessen Renn-NSU ist noch nicht fertig gestellt, weshalb er im PS-schwachen Ersatz startet.

Wurde die Bergrallye im Vorjahr schon fast totgesagt, erlebt sie heuer wieder einen enormen Aufschwung: mehr Starter, viele Zuschauer, spannende Kämpfe in den einzelnen Klassen - so soll es sein. Wir freuen uns schon auf Paldau am 25. Juni, danach geht es in die Sommerpause.

ausführliche Ergebnisse und Zwischenstände gibt es auf www.bergrallye.at